Strompreise

Bis vor wenigen Jahren wurden die Preise für Strom von einigen großen Stromanbietern mit einer Monopolstellung diktiert. Viele Verbraucher versprachen sich von der beschlossenen Liberalisierung der Märkte eine Verbilligung der Energiepreise. Aber weit gefehlt, denn die erwarteten Wirkungen sind bisher weitgehend ausgeblieben, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Seit dem Jahr 2000 sind die Preise für Strom um durchschnittlich 30% gestiegen, ebenso wie die Gewinne der Unternehmen. Damit nimmt Deutschland auch europaweit einen der Spitzenplätze in Sachen Strompreise ein.

Die Branche der Stromversorgungsunternehmen ist jüngsten Umfragen zufolge, die mit der geringsten Kundenzufriedenheit. Außerdem haben trotz dem nunmehr möglichen Wechsel des Stromanbieters und dem sinnvollen Stromvergleich erst 11% aller Verbraucher diesen Schritt auch tatsächlich gewagt. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass die großen Energieversorger dazu übergegangen sind, zusätzlich Spartarife anzubieten. Damit haben Verbraucher die Möglichkeit, abweichend vom Standardtarif zwischen weiteren Tarifen (Mulitfunktionssysteme) zu wählen. Diese können auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt, erhebliche Einsparungen nach sich ziehen. Die kleineren Stromanbieter können diesem Konkurrenzdruck meist nicht Viel entgegensetzen, so dass die Monopolstellung der großen Versorger in der Stromindustrie auch zukünftig nicht gefährdet ist.

Mit dem Auslaufen der Bundestarifverordnung im Juli 2007 ist eine weitere deutliche Anhebung der Preise angekündigt worden. Somit sind auch die Preisunterschiede zwischen einzelnen Anbietern deutlich größer geworden. Als Gründe für die erneuten Erhöhungen im Januar 2008 werden mit der gestiegenen Nachfrage nach Energie auf den Weltmärkten angeführt, außerdem weisen die großen Energieversorger darauf hin, dass auch die Kosten für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen sich auf die Strompreise niederschlagen. Verbraucherschützer und die Europäische Kommission bemängelten bereits mehrmals, dass die von den Energiekonzernen vorgebrachten Gründe die derzeitige Höhe der Strompreise nicht rechtfertigten. Der einfachste Weg für Verbraucher die Kosten der Stromabrechnung so gering wie möglich zu halten, ist immer noch das Stromsparen, in dem man Standby Stromfresser wie beispielsweise Laserducker bei nichtgebrauch einfach abschaltet. Die regelmäßige Betätigung des Netzsschalters oder auch die Anschaffung energiesparender Elektrogeräte und Glühbirnen sind nur zwei Varianten, um den Strompreis zukünftig gering zu halten. Auch vor einem Wechsel des Strom Anbieter sollten Verbraucher nicht zurückschrecken, denn dieser ist sehr einfach zu bewältigen, und Grundlage für einen zukünftig funktionierenden Wettbewerb auf den Strommärkten in Deutschland.


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