Eine Möglichkeit für Verbraucher unabhängig vom öffentlichen Versorgungsnetz elektrische Energie zu beziehen, sind Stromerzeuger, die auch als Notstromaggregate bezeichnet werden. Ihr Funktionsprinzip beruht auf einem Verbrennungsmotor, der mit Benzin oder Diesel betrieben wird, und einem Generator. Die Zündung erfolgt mit Hilfe eines Seilzugs oder eines elektrischen Anlassers. Je nach benötigter Stromleistung gibt es stationäre und tragbare Varianten. Erstere können einachsig, ähnlich wie eine Schubkarre fortbewegt werden, während größere Modelle nur auf einem LKW-Gestell transportfähig sind. Die mobilen Geräte sind eher für kleinere Anwendungen, nicht aber auf einen Dauerbetrieb konsturiert.
Mit diesen Stromerzeugern können drei verschiedene Arten von Strom erzeugt werden: Wechselstrom, Drehstrom und Gleichstrom. Gleichstrommodelle mit einer Spannung von 12 oder 24 Volt eignen sich vor allem, um Batterien oder Akkus aufzuladen. Wechselstrom erzeugende Generatoren mit 230 V werden für den Betrieb von allen möglichen elektrischen Haushaltsgeräten eingesetzt. Mit Drehstrom, der über eine Spannung von 400 V verfügt, werden hierzulande besonders leistungsfähige Geräte in Haus und Garten angetrieben, beispielsweise Herde, Holzspalter oder Gartenhäcksler.
Die erzeugte Spannung und Frequenz des Stromerzeugers ist jeweils auf dem Gerät angegeben. Oftmals sind jedoch die Leistungsangaben auf dem Gerät fehlerhaft, so dass sie genau hinterfragt werden sollten. Der Verwendungszweck und die Geräteeigenschaften müssen übereinstimmen, um einen optimalen Nutzen zu erzielen.
Die Stromerzeuger unterscheiden sich durch ihren Antrieb, der kann entweder über einen Zweitakt-, Viertakt- oder Dieselmotor erfolgen. Wobei die Zweitaktmotoren heute kaum noch eingesetzt werden. Dieselmotoren sind ebenso wie die heute angebotenen Viertaktmotoren wesentlich robuster, ausdauernder, langlebiger und verbrauchsärmer. Letztere sind zusätzlich laufruhiger und besser zu Starten.
Die Verwendung muss mit der Schutzklasse übereinstimmen, in der festgelegt ist gegen welche Einwirkungen von außen der Stromerzeuger geschützt ist. Manche Modelle sind mit der Schutzklasse IP 54 bezeichnet, d.h. sie sind spritzwasser- und staubgeschützt. Asynchrone Stromerzeuger, die einen geschlossenen Generatorenaufbau haben, sind für alle elektrischen Haushaltsgeräte geeignet, denn die Einschaltspannung entspricht auch der Betriebsspannung. Synchrone Geräte dagegen sind so konzipiert, dass sie eine kurzfristige Überspannung aushalten. Die ist vor allem zum Betreiben von Geräten notwendig, die die optimale Drehzahl nur dann erreichen, wenn anfangs eine höhere Stromleistung anliegt. Dazu gehören beispielsweise Motorsägen und Bohrhämmer.
Erhebliche Unterschiede sind in der Lärmbelastung durch einen Stromerzeuger zu verzeichnen.
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